Website Pflege
Der 10-Punkte-Check für selbstständige Frauen
Inhaltsverzeichnis
Wann hast du deine Website zuletzt wirklich gepflegt?
Die meisten selbstständigen Frauen erstellen ihre Website, sind kurz stolz darauf – und schauen dann monatelang nicht mehr hin. Der Alltag läuft, Kundinnen kommen über Empfehlungen, und die Website läuft irgendwie mit.
Bis irgendwann jemand sagt: „Ich hab deine Seite gefunden, aber irgendwie wusste ich nicht, was ich jetzt tun soll.“ Oder noch schlimmer: Sie sagt es gar nicht, sondern geht einfach wieder.
Dabei ist deine Website oft der erste Eindruck, den potenzielle Kundinnen von dir bekommen. Und ein erster Eindruck entscheidet in Sekunden.
In diesem Beitrag zeige ich dir, welche 10 Punkte du regelmäßig überprüfen solltest – damit deine Website nicht nur gut aussieht, sondern auch wirklich arbeitet.
Warum regelmäßige Website-Pflege so wichtig ist
Eine Website ist kein Projekt, das nach der Veröffentlichung abgeschlossen ist.
Sie entwickelt sich gemeinsam mit deinem Unternehmen weiter. Angebote ändern sich, neue Leistungen kommen hinzu, rechtliche Vorgaben werden angepasst und auch Suchmaschinen verändern regelmäßig ihre Anforderungen.
Eine gepflegte Website vermittelt Professionalität und Vertrauen. Gleichzeitig verbessert eine regelmäßige Website Pflege die Nutzerfreundlichkeit und schafft gute Voraussetzungen für eine bessere Sichtbarkeit bei Google.
Wer seine Website über Monate oder sogar Jahre nicht aktualisiert, riskiert dagegen veraltete Informationen, technische Probleme und verpasste Anfragen.
Der 10 Punkte Check: So aktuell ist deine Website wirklich
Geh diese Liste am besten direkt mit deiner Website offen durch. Hak ab, was stimmt – und notiere, was nicht stimmt.
1. Impressum & Datenschutz
Sind beide vollständig, aktuell und DSGVO-konform?
Das klingt trocken, ist aber wichtig. Ein veraltetes Impressum oder eine unvollständige Datenschutzerklärung kann nicht nur rechtliche Konsequenzen haben – es wirkt auch unprofessionell auf Besucherinnen, die bewusst darauf achten.
Prüfe: Ist deine aktuelle Adresse eingetragen? Ist deine Datenschutzerklärung auf dem aktuellen Stand?
2. Mobile Ansicht
Funktioniert deine Website auf dem Smartphone genauso gut wie auf dem Desktop?
Mehr als 60 % aller Website-Besuche kommen heute über mobile Geräte. Wenn deine Seite auf dem Handy unübersichtlich, zu klein oder technisch fehlerhaft ist, verlierst du einen Großteil deiner Besucherinnen sofort wieder.
Prüfe: Öffne deine Website auf deinem Smartphone und klick dich durch. Ist alles lesbar? Funktionieren alle Buttons? Lädt alles korrekt?
3. Ladezeit
Lädt deine Website in unter 3 Sekunden?
Studien zeigen: Wer länger als 3 Sekunden wartet, klickt weg. Besonders auf dem Handy. Zu große Bilder, zu viele Plugins oder ein langsamer Hosting-Anbieter sind häufige Ursachen.
Prüfe: Gib deine URL bei PageSpeed Insights ein. Ein Score über 70 (Mobile) ist ein guter Richtwert.
4. SSL-Zertifikat
Zeigt dein Browser das Schloss-Symbol? Läuft deine Seite über https://?
Eine Website ohne SSL gilt als „nicht sicher“ – das zeigt Google deinen Besucherinnen direkt an. Das kostet Vertrauen, bevor sie auch nur eine Zeile gelesen haben.
Prüfe: Schau in die Adressleiste deines Browsers. Steht dort https:// und ein Schloss-Symbol?
5. Google-Auffindbarkeit
Erscheinst du bei einer Google-Suche nach deinem Namen oder deiner Leistung?
Das ist der Kern-Test für deine SEO. Wenn du selbst nicht weißt, ob Google dich findet – wie sollen es deine Wunschkundinnen wissen?
Prüfe: Gib bei Google deinen Namen ein. Dann deine Leistung + Ort (z. B. „Yoga Kurse Stuttgart“). Erscheinst du?
6. Veraltete Inhalte
Gibt es Seiten mit alten Preisen, Angeboten oder Informationen, die nicht mehr stimmen?
Das ist häufiger als gedacht. Alte Pakete, die längst nicht mehr existieren. Preise aus dem letzten Jahr. Ein Angebot, das du gar nicht mehr machst. Das verwirrt Besucherinnen – und lässt dich unprofessionell wirken.
Prüfe: Klick dich durch alle Unterseiten. Was ist noch aktuell, was nicht mehr?
7. Kontaktmöglichkeit
Ist deine Kontaktmöglichkeit auf jeder Seite leicht auffindbar?
Wenn eine Besucherin Interesse hat und nicht sofort weiß, wie sie dich erreicht, verlierst du sie. Eine versteckte Kontaktseite oder ein defektes Formular kostet dich Anfragen.
Prüfe: Ist dein Kontaktformular, deine E-Mail oder dein Buchungslink auf jeder Seite erreichbar – idealerweise im Menü und am Ende jeder Seite?
8. Klarer Call-to-Action
Weiß eine Besucherin auf den ersten Blick, was sie als nächstes tun soll?
Deine Website hat ein Ziel: Besucher in Umsatz zu verwandeln – durch Anfragen, Buchungen oder direkte Käufe. Wenn nicht klar ist, was der nächste Schritt ist – Termin buchen, Formular ausfüllen, direkt kaufen – passiert nichts. Kein Umsatz, obwohl jemand schon auf deiner Seite war.
Prüfe: Was ist der wichtigste Button auf deiner Startseite? Ist er sichtbar, ohne zu scrollen?
9. SEO-Grundlagen
Hat jede wichtige Seite einen eigenen SEO-Titel und eine eigene Meta-Beschreibung?
SEO-Titel und Meta-Beschreibung sind die Texte, die Google für die Darstellung in den Suchergebnissen nutzen kann. Sie werden nicht immer 1:1 übernommen, geben Google aber eine klare Orientierung, worum es auf der Seite geht. Ohne passende Angaben wählt Google die Anzeige stärker selbst aus dem Seiteninhalt – und das ist nicht immer ideal.
Prüfe: Je nach System gehst du das unterschiedlich an. In WordPress findest du die Felder meist über ein SEO-Plugin wie Rank Math oder Yoast, in Shopify über den Bereich „Suchmaschinen-Eintrag“, in Wix über die SEO-Einstellungen der Seite und in Squarespace über die SEO-Beschreibung bzw. Seiteneinstellungen. Für einen schnellen Überblick helfen SEO-Tools wie Seobility, um fehlende oder doppelte Titel und Beschreibungen zu finden. In der Google Search Console kannst du zusätzlich einzelne URLs prüfen und sehen, ob Google die Seite crawlen und indexieren kann.
10. Letzte Aktualisierung
Wann wurde deine Website zuletzt inhaltlich aktualisiert?
Google bewertet aktuelle Websites als relevanter. Und Besucherinnen vertrauen einer Seite mehr, die zeigt: Hier ist jemand aktiv. Ein Blog, neue Referenzen oder aktualisierte Leistungsseiten sind einfache Wege, um Aktualität zu signalisieren.
Prüfe: Wann war dein letzter Blogbeitrag? Wann hast du deine Leistungsseiten zuletzt angepasst? Länger als 6 Monate her?
Dein Ergebnis
8–10 Punkte erfüllt: Deine Website ist gut aufgestellt. Mit gezielter Feinabstimmung holst du noch mehr heraus.
5–7 Punkte erfüllt: Solide Basis – aber es gibt klare Hebel, mit denen du mehr Sichtbarkeit und mehr Anfragen erzielst.
Unter 5 Punkte erfüllt: Deine Website kostet dich gerade aktiv Anfragen. Die gute Nachricht: Das lässt sich ändern.
Was jetzt?
Der 10-Punkte-Check zeigt dir, an welchen Stellen deine Website bereits gut aufgestellt ist – und wo Handlungsbedarf besteht.
Viele dieser Punkte lassen sich selbst überprüfen. Bei der Umsetzung fehlt jedoch oft die Zeit oder das technische Know-how. Deshalb habe ich die Checkliste als PDF zum Ausdrucken und Abhaken zusammengestellt.
Lade dir die kostenlose Checkliste herunter.
Du trägst dich ein, bekommst die Checkliste direkt in dein Postfach – und in den nächsten Tagen zeige ich dir anhand eines echten Projekts, wie die Umsetzung konkret aussehen kann.
Du möchtest deine Website lieber pflegen lassen?
Nicht jede Unternehmerin möchte sich regelmäßig um technische Updates, Inhalte oder SEO kümmern – und das musst du auch nicht.
Ich unterstütze Selbstständige dabei, ihre Website Pflege, Suchmaschinenoptimierung und laufende Betreuung zuverlässig zu übernehmen. So bleibt deine Website aktuell, professionell und kann dich langfristig bei der Kundengewinnung unterstützen.
Häufige Fragen
Warum ist regelmäßige Website-Pflege wichtig?
Eine gepflegte Website vermittelt Vertrauen, sorgt für aktuelle Inhalte und hilft dabei, technische Fehler frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig verbessert regelmäßige Website-Pflege die Nutzererfahrung und unterstützt eine gute Sichtbarkeit bei Google.
Wie oft sollte ich meine Website pflegen?
Mindestens alle drei bis sechs Monate solltest du Inhalte, Kontaktmöglichkeiten und technische Funktionen überprüfen. Sicherheitsupdates und Plugin-Aktualisierungen sollten möglichst zeitnah durchgeführt werden.
Kann ich meine Website selbst pflegen?
Grundsätzlich ja. Viele Inhalte lassen sich selbst aktualisieren. Für technische Wartung, Suchmaschinenoptimierung oder größere Anpassungen kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein.
Lohnt sich eine Website überhaupt, wenn ich Social Media nutze?
Ja. Social Media sorgt oft nur kurzfristig für Sichtbarkeit, da Inhalte schnell im Feed verschwinden und stark von Algorithmen abhängen. Eine Website hingegen ist langfristig sichtbar, kann über Suchmaschinen wie Google gefunden werden und gewinnt auch für KI-basierte Suchsysteme zunehmend an Bedeutung. Sie gehört dir selbst und bietet eine stabile Grundlage, um dein Angebot dauerhaft zu präsentieren.
Woran erkenne ich, dass meine Website überarbeitet werden sollte?
Veraltete Inhalte, lange Ladezeiten, fehlende Anfragen, technische Fehler oder eine schlechte Darstellung auf mobilen Geräten sind häufige Anzeichen dafür, dass deine Website Pflege oder Optimierung benötigt.
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